Tage des Überlebens.
Berlin 1945 Mit einem Vorwort von Egon Bahr

Autor: Margret Boveri
Seiten: 328
Format: 12 x 20 cm
Gebunden mit Schutzumschlag

Preis: 22 € (D), 22,7 € (A), 38,6 sFr

ISBN: 9783937989

Erscheinungsdatum:
September 2004

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Margret Boveri ist längst eine Figur der Zeitgeschichte. Als eine der ersten Frauen des 20.Jahrhunderts behauptete sie sich in der Männerwelt des politischen Journalismus, und wie kaum einer ihrer männlichen Kollegen hat sie dabei die Geschehnisse im Deutschland ihrer Zeit begleitet. Sie habe – so fasste sie es selbst einmal zusammen – als »Untertan, Bürger und Beobachter« die bayerische Monarchie, die Weimarer Republik, die Diktatur Hitlers und das Besatzungsregime im besiegten Deutschland miterlebt. Was für Millionen von Berlinern Schicksal war, nahm sie aus freien Stücken auf sich:

Sie verzichtete auf das Angebot der Deutschen Botschaft in Madrid, das Kriegsende in der Sicherheit des fernen Spanien abzuwarten, und kehrte im März 1944 zurück nach Berlin, weil sie sehen wollte, wie eine Weltstadt unterging. Diese Neugierde der passionierten Journalistin und Zeithistorikerin machte die Boveri zu einer unvergleichlichen Chronistin des Untergangs. In ihren Briefen aus der belagerten Stadt, die 1968 erstmals erschienen und nun in einer Neuausgabe vorliegen, berichtet sie von Feuerstürmen und Straßenkämpfen, von Tod, Hunger, Vergewaltigungen, von Hoffnungen, Enttäuschungen – und von der Kunst und dem Glück des überlebens.

»Im Ganzen ist das Buch zweifellos der nüchternste, klarste, am deutlichsten authentische Bericht, den es für die Zeit vom Februar bis zum September 1945 über Ereignisse und Erlebnisse in Deutschlands Hauptstadt gibt, ein Dokument ebenso scharfer und genauer Beobachtungen wie schonungsloser Analyse und Kritik am Eigenen wie am Fremden.« (Joachim Günther in der FAZ)