Naturschutz ohne Natur
Von den Grenzen der Umweltpolitik
Autor: Peter Wohlleben
Seiten: 150
Format: 12 x 20 cm
Gebunden mit Schutzumschlag
Preis: 18 € (D), 18,5 € (A), 31,9 sFr
ISBN: 9783937989501
Erscheinungsdatum:April 2009
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Im Kostüm des Auerochsen
Völlig berechtigt stellt Wohlleben die zu selten gestellte Gretchenfrage, was Natur eigentlich ist. Und er kommt dabei zu dem nüchternen Ergebnis, dass es "echte Natur" in Mitteleuropa gar nicht mehr gibt. Landschaften wie Wälder, Felder und Auen, in denen wir uns so gerne erholen, seien lediglich Kunstprodukte. "Ein Fichtenforst in Mitteleuropa ist in etwa so natürlich wie eine Ölplantage in Indonesien", meint Wohlleben. Der studierte Forstwirt sehnt sich nach einem Stück echter Wildnis und möchte sich nicht damit abfinden, dass dieser Traum in Mitteleuropa ausgeträumt sein soll. (...) Wohlleben, der 2006 seine Stellung aufgab, um in einem eigenen Waldgebiet Naturschutz nach seinen Vorstellungen zu praktizieren, legt den Finder in die Wunde: Zu Recht stellt er die "gute fachliche Praxis" der Landwirtschaft in Frage, nimmt kritisch als Naturschutz etikettierte Maßnahmen unter die Lupe und zeigt an vielen Beispielen, wie der "Bock zum Gärtner" gemacht wird.
Das Parlament
Pro und kontra Naturschutz
Naturschutz in Deutschland ist ein Trauerspiel. Doch es ginge auch anders, wenn man denn den Naturzerstörern Einhalt gebieten würde. Man muss nur wollen. Für die Gesellschaft würde es sich durchaus rechnen. Davon ist Peter Wohlleben überzeugt und er argumentiert auch durchaus überzeugend. Ein wichtiges Buch für alle am Naturschutz Interessierten.
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http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/982605/
Deutschlandradio Kultur
Ab in die Taiga
Naturschutz hieße auch, die Bestände an Rehen, Hirschen und Wildschweinen auf ein Zehntel schrumpfen und "Raubtiere" wie Bär, Wolf und Luchs zurückkehren zu lassen.
Dazu wird es nicht so bald kommen, weil dem die Lobbyisten von Waldbesitzern, Jägern und Anglern entgegenstehen, die mit der "Natur" vor allem ihre eigenen Interessen an Holzertrag, Jagdbeute und Planstellen schützen wollten. Das ist legitim, doch Wohllebens Darstellung liefert bedenkenswerte Ansätze, um solche Interessen zur Diskussion zu stellen.
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http://www.welt.de/die-welt/article3576931/Ab-in-die-Taig...
Die Welt